Dr. med. Wibeke M. Evers

Tipps für den Alltag


 


Diabetes Disease-Management-Programme (DMPs)

Diabetes Disease-Management-Programme (DMPs)

Disease-Management-Programme (DMPs) sind strukturierte Behandlungsprogramme der Ärzte und Krankenkassen, um Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen optimal zu versorgen. "Disease Management" ist Englisch und bedeutet "Krankheits-Management". Auch für die Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 gibt es ein DMP.
Das Diabetes DMP hat zum Ziel, die Versorgung und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und Komplikationen, Folgeerkrankungen und Risiken bei Diabetes mellitus Typ 2 möglichst gering zu halten. Jedem Teilnehmer wird eine maßgeschneiderte Behandlung angeboten, bei der die am besten gesicherten Behandlungsverfahren und Medikamente zur Anwendung kommen. Die Patienten werden aktiv in ihre Behandlung eingebunden und lernen so, eigenverantwortlich mit ihrer Krankheit umzugehen.

Ein weiteres Ziel der DMP’s ist es, die Zusammenarbeit von Hausärzten, Diabetologen und Kliniken zu fördern, die einen Patienten betreuen. So können die verschiedenen Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen besser koordiniert werden. Die Teilnahme an einem Diabetes DMP ist freiwillig und kostenlos.

Die Untersuchungen im Überblick:

Zur Überwachung des Krankheitsverlaufs bzw. Vorbeugung möglicher Folgeerkrankungen nimmt ihr Arzt in regelmäßigen Abständen Untersuchungen vor. Dazu gehören auch die Kontrolle Ihrer eigenen Blutzuckermessungen, zur Feststellung ob die aktuelle Medikation beibehalten werden kann oder geändert werden muss. 

Viertel- bis halbjährlich

  • Körpergewicht
  • Blutzucker, Langzeitblutzucker (HbA1c-Wert)                                         

Warum wichtig? Der HbA1c (auch "Langzeitwert" oder "Blutzucker-Gedächtnis") informiert darüber, wie hoch die Blutzuckerwerte in den vergangenen acht bis zwölf Wochen im Durchschnitt waren

 

  • Blutdruck                                                                                                 

Warum wichtig? Ist der Druck in den Schlagadern erhöht, steigt unter anderem das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

  • Urinuntersuchung auf Mikroalbuminurie

Warum wichtig? Eine Urinprobe zeigt, ob das Eiweiß Albumin im Urin enthalten ist was auf eine Nierenerkrankung hinweisen kann. Wie gut die Nieren arbeiten, zeigt der Albumintest nicht. Dazu ist die Bestimmung weiterer Werte in Blut und Urin nötig.

Jährlich

  • Augenspiegelung beim Augenarzt                                                                     

Warum wichtig? Die Augenspiegelung zeigt, ob der Diabetes die Netzhaut verändert hat. Ist das der Fall, kann zum Beispiel eine Laser-Therapie ein Fortschreiten der Schäden verhindern. Ob die Messung des Augendrucks als allgemeine Früherkennungsuntersuchung des grünen Stars (Glaukom) bei Menschen ohne begründeten Krankheitsverdacht – oder Risiken wie etwa bekannte diabetische Veränderungen am Augenhintergrund – Sinn macht, ist umstritten. Die Kosten für die Druckmessung werden im Rahmen der üblichen Vorsorge nicht übernommen.

  • Untersuchung des peripheren Nervensystems Fußinspektion zum Ausschluss von Nerven- und Durchblutungsstörungen
    Warum wichtig? Der Test mit der Stimmgabel und weitere Untersuchungen, etwa das Tasten der Fußpulse, zeigen dem Arzt, ob Nervenschäden bestehen oder die Durchblutung gestört ist. Beides erhöht das Risiko für Komplika­­tionen wie schlecht heilende Wunden und Geschwüre an den Füßen
  • Blutfette (Lipidstatus):

Warum wichtig? LDL – und HDL-Cholesterin und die Triglyzeride (Neutralfette) beeinflussen das Risiko für Gefäßschäden (Arteriosklerose).                            Zielwerte LDL-Cholesterin: unter 100 mg/dl, bei Herzproblemen nach Möglichkeit unter 70mg/dl.                                                                                                 

ZielwerteHDL-Cholesterin: Männer über 40 mg/dl, Frauen über 50 mg/dl.

ZielwerteTriglyceride: unter 150 mg/dl.

  • Wohlbefinden

 

Weihnachtsbäckerei

Bald duftet es wieder überall nach köstlichem Weihnachtsgebäck. Da möchte natürlich niemand auf das Süße verzichten. Mit Süßstoff oder mit Zuckeraustauschstoff gebackene Kekse liefert  geringere BE´s z.B. 1 Lebkuchen 1 BE. Von den Kipferln oder Keksen bringen ca. 5 kleine Kekse 1 BE.

 

Low-Carb-Vanillekipferl mit gemahlenen Mandeln

  • 130 g gemahlene Mandeln
  • 100 g Butter
  • 2 Esslöffel Stevia
  • 2 Eigelb
  • 1 Msp. Backpulver
  • 1/2 Vanillschote (ausgekratztes Mark)

1. Zutaten zu einem Teig verkneten, 30 Minuten kaltstellen.

2. Backofen auf 160 °C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.

3. Teig in 1-2 cm dicke Scheiben schneiden und zu Kipferln formen. Im heißen    

    Backofen ca. 10 Minuten backen.

Low Carb Kokosmakronen

  • 200 g Kokosraspeln
  • 1 Vanilleschote (ausgekratztes Mark)
  • 100 g Xucker
  • 4 Eiweiß
  • 1 Prise(n) Zimt
  1. Backofen auf 150 °C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Eiweiß mit dem Handrührgerät oder einer Küchemnaschine steif schlagen, nach und nach Birkenzucker einrieseln lassen.
  3. Kokosraspeln, Zimt und Vanillemark unter den Eischnee heben. Masse mit einem Esslöffel auf das Backblech setzen. Im heißen Ofen 20-25 Minuten backen und auskühlen lassen.

 

Low Carb Mandelplätzchen

  • 150 g Mandelmehl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 125 g Margarine
  • 1 Ei
  • 2 Esslöffel Xylit
  • 1 Prise(n) Salz
  • 1 Vanilleschote
  • 50 g ganze Mandeln
  1. Backofen auf 170 °C Heißluft vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
  2. Vanilleschote auskratzen. Mandelmehl und gemahlene Mandeln mischen. Margarine und Xylit cremig rühren. Vanillemark, Salz und Ei unterrühren. Mandel-Mischung zuegeben und alles zu einem homogenen Teig verkneten.
  3. Teig mit den Fingern zu teelöffelgroßen, ca. 2 cm dicken Keksen formen und auf das Backblech setzen. Je eine Mandel in die Mitte setzen und leicht andrücken. Im heißen Ofen ca. 20 Minuten goldbraun backen.

 

Zum Vergleich handelsübliches Weihnachtsgebäck

 

                                        

Elisen-Lebkuchen            1 Stück (40 g)                         26g KH

Honigkuchen       1 dünne Sch. (20 g)                13 g KH

Kokosmakronen   1 Stück (25 g)                         10 g KH

Lebkuchen-Herzen          1 kl. Stück (10 g)         7 g KH  (mit Schokolade)      1 gr. Stück  18g KH Marzipankartoffel          1 Stück (7g)                 4 g KH

Nougat     10 g                                                    6 g KH                      

Praline mit Trüffel                                            7 g KH

Printen    1 Stück (20 g)                                     12 g KH

Rumkugeln          20 g                                        14 g KH

Spekulatius          1 Stück (10 g)                          6 g KH

Spritzgebäck         1 Stück (10 g)                          5 g KH

Stollen       1 kl. Sch. (40 g)                                   20 g KH

Weinbrand-Kirsche                                           5 g KH

Zimtsterne           1 Stück (15 g)                         8 g KH

Urlaubsplanung

Tipps für die Urlaubsplanung:

  • Alle Materialien die Sie, für Ihre Diabetes Therapie benötigen soll Sie, in ausreichender Menge dabei haben.
  • Insuline sowie Tabletten nach Möglichkeit im Handgepäck transportieren (Frostgefahr im Frachtraum)
  • Insulin vor extremen Temperaturen (Sonne, Frost) schützen.
  • Blutzuckermessgerät ,Teststreifen und Lanzetten ausreichend mitführen
  • Immer Wirkstoffnamen von Ihren Medikamenten/Insulin zu Hause notieren, da Ihr Medikament/Insulin im Ausland unter einem anderen Namen im Handel sein kann.
  • Reise mit Zeitverschiebung (z.B. nach Amerika) sollten mit Ihrem  Diabetes-Team besprochen werden, um die Insulindosis zu bestimmen.
  • Ärztliche Reisebescheinigung über Insulinpflicht (Notwendigkeit des Mitführens von Injektionszubehör und Medikamenten)

Checkliste:

  • Insulin-Pen evtl. Ersatz-Pen
  • Insulinpatronen
  • Blutzuckersenkende Tabletten
  • Injektionsnadeln
  • Blutzuckermessgerät mit Ersatzbatterien und Teststreifen
  • Stechhilfe und Lanzetten
  • Ketonstreifen (bei Typ 1 Diabetes)
  • Insulinpumpe-Zubehör
  • Glukagon Notfallset (bei Typ 1 Diabetes)
  • Traubenzucker / Flüssigtraubenzucker (auch mit in den Flieger)
  • Ärztliche Reisebescheinigung über Insulinpflicht (Notwendigkeit des Mitführens von Injektionszubehör und Medikamenten)
  • Diabetikerausweis (dt./engl., eventuell Landessprache)
  • Blutzuckertagebuch
  • Auslandskrankenversicherung
  • Kohlenhydrat-Austauschtabelle
  • Blutzucker-Umrechungstabelle (mg/dl in mmol/dl)
  • Strandschuhe mitnehmen